Freitag, 29. April 2011

ni3

Manchmal möchte ich mir beim Surfen an fremden Rechnern kurze Online-Notizen für Zuhause machen.
Dann habe ich mir bisher immer selbst eine Email geschrieben.

Allerdings musste ich mich dazu erst einloggen, wieder ausloggen und falls ich mal etwas ergänzen wollte, wieder einloggen. Lieber wäre mir da entweder die Variante eines Shoutbox-ähnlichen Angebots, das sich über eine bestimmte Browseradresse gezielt ansteuern lässt oder ganz einfach ein Textfenster, bei dem ich am Schluss meine Emailadresse eingebe und die Informationen so automatisch zugestellt werden.

Wer eine eigene Homepage hat, kann relativ einfach Texte speichern. Entweder über eine Unterseite mit der erwähnten elektronische Pinnwand (Shoutbox) oder man programmiert sich ein Formular mit direkter Weiterleitung an die eigene Adresse. Eintragen, abschicken, fertig.

Für alle anderen habe ich leider keine der gewünschten Lösungen gefunden, nur diese - kostenlos und ohne Anmeldung:

1. Templix - Eine Art Zwischenablage, bei der man mit Hilfe einer (beliebigen) Mailadresse Texte speichern und abfragen kann.

2. Textsave - Die Texte sind unter einem bestimmten Link online erreichbar. Den muss man sich gut merken, damit man sie wiederfindet. Theoretisch sind die Daten hier für jeden frei zugänglich.

3. Textbin - Funktioniert nach dem gleichen Prinzip wie Textsave (Speziallink mit fünf Zeichen), allerdings ist hier ein Passwortschutz möglich.

Dienstag, 22. März 2011

Das Striefchen

"Schön ist eigentlich alles, was man mit Liebe betrachtet. Je mehr jemand die Welt liebt, desto schöner wird er sie finden."
Christian Morgenstern (1871–1914)

dIE gEBURTSTAGSVERGESSER 2011

1_jANET(seit 22.3. rehabilitiert); 2_sTEFAN(am 30.3. nach Aufforderung); 3_kATRIN(seit 16.4. rehabilitiert);

Mittwoch, 16. März 2011

Montag, 14. März 2011

wirklich fühlen

Als guter Schauspieler musst du dich ausdrücken können ohne zu spielen. Das ist genau das Gegenteil von dem, was die meisten Leute denken, nämlich, dass wir Schauspieler Ihnen etwas vormachen.
Javier Bardem

Sonntag, 13. März 2011

Sandstrand

Du kannst auf dieser Welt nur leben, wenn du sie zu deiner Geliebten machst. Sie mit diesen ungeheuerlichen Wundern und Grausamkeiten annimmst und zwischen beiden das Gleichgewicht findest. Sonst wirst du diese Welt nicht so verlassen können, wie du es vorhast: Laut lachend auf einem silbernen Vogel fliegend und bis zum Rand gefüllt mit allem, was sie dir zu bieten hatte, ohne etwas zurückzulassen.

Brille: Ray-Ban

In den guten Händen

"An einem solchen Tag darf man nicht einfach sagen, unsere Kernkraftwerke sind sicher
- sie sind sicher." Angela Merkel bei der Pressekonferenz zur Fukushima-Katastrophe
Wie schön, jetzt bin ich sicher beruhigt.

Zum Glück, das wissen wir alle, geht es den mächtigen Konzernen an erster Stelle immer
ums Geld um die Sicherheit der Menschen.

Zärtlichkeit (Atma Vichara)

Wenn wir lieben, was wir tun, müssen wir nie wieder arbeiten.

Donnerstag, 10. März 2011

Frau Antje oder Die Legende vom Schmetterling

Was die Raupe Ende der Welt nennt, nennt der Rest der Welt Schmetterling. (Tao Te King)
Im Kokon ist es eng und dunkel. Mit jeder Stunde schwindet der Platz. Gegen Ende seiner Metamorphose
wird es für den Schmetterling fast unerträglich in seinem Gefängnis.

Der Kokon könnte von außen geöffnet werden. Aber so wären die Flügel des Tieres nicht stark genug,
es könnte nicht fliegen.

Um zu überleben, muss sich der Schmetterling aus eigener Kraft befreien.

Sonntag, 6. März 2011

Der Konsul

Ich schlage die Augen auf und frage mich
WAS IST DAS FÜR EIN GERÄUSCH?
Es sind die künstlichen Tränen
Die gibts für 3,79 jetzt überall

Besonders am Bahnhof, dort warte ich
UM DES ZUGES WILLEN
Hab nicht verlassen dieses Haus
Überall ist die Furcht vor dem Atem
Der entwichen ist und niemand klagt

Der Strauch will wachsen
STILL, ES IST KEINE GIER
Kleidet sich in Ströme roter Luft
Endlich wach, aber wo?

Freitag, 4. März 2011

nützliche Information #2

Welche Seite gehört bei der Alufolie nach außen?

Ist völlig egal. Der Oberflächenunterschied ist produktionsbedingt.

Donnerstag, 3. März 2011

Stopfleber

Als guter Kunde habe ich dem Internetanbieter AMAZON gerade eine Nachricht geschrieben.

Hier gehts zur guten Tat des Tages: Macht mit!

Mittwoch, 2. März 2011

nützliche Information #1

"Bitte mit 45 Cent freimachen" - muss man nicht.

Solange auf der Karte oder dem Brief der Aufdruck "Antwort" prangt,
muss der Empfänger die Post annehmen und das Porto zahlen.

Wenn es aber nicht draufsteht und abgelehnt wird,
geht die versandte Post an den Absender zurück.

Allerdings weiss ich nicht, ob der wiederum zur Annahme gezwungen ist
und zahlt oder ob die leidige Sendung dann auf Wunsch für immer
in den unterirdischen Gewölbekomplexen der Postmenschen verschwindet.

Samuel

Immer wieder renne, renne,
die Mütze ins Gesicht gerutscht,
denn Mutter hat Kummer, Kummer,
bleibt der Stein in deiner Hand
doch ungenutzt.

Montag, 28. Februar 2011

Schein und Sein

Die Chronik meines Lebens offenbart sich im unter dem gleichnamigen Menüpunkt meines Browsers. Nachdem ich gestern Nacht um 3:36 ins Bett gegangen bin, konnte ich bereits um 13:55 den Tag mit den Seiten von Ebay begrüßen. Es folgten einige, nur von Mahlzeiten unterbrochene, nicht näher zu bestimmde Stunden im Netz, ein zweistündiges Telefonat bis kurz nach Mitternacht und dann wieder Dunkelheit. Noch drei Minuten..

Mittwoch, 23. Februar 2011

Muskote

In der Eifersucht steckt mehr Liebe zu sich selbst als zum anderen.

François de La Rochefoucauld

Dienstag, 22. Februar 2011

Hansi

Mir ist meine Zeit ganz furchtbar wichtig. Bloß nichts vergeuden.
Und was macht der Durchschnitt?

27 Jahre Schlaf
10,5 Arbeit
8,5 unterwegs
7,6 Fernsehen
5,5 Essen
2,8 krank
2 Jahre Rauchen
2,3 lesen
2,6 Jahre Schule
1,5 Körperpflege
1,5 nichts tun
1 spielen
0,8 Einkaufen
0,2 Sport
0,2 Sex

Ich schätze mal, beim Lesen sind auch Bildung und Lernen integriert. Wir Menschen schlafen viel.
Wenn ich 60 Jahre lang jeden Tag nur 2h fernsehe, sind das trotzdem insgesamt 5 Jahre meines Lebens.
Ist es das wert? Aber sicher doch, denn ich habe ja nichts besseres zu tun. Aber stimmt das wirklich?
Sagt nicht jeder Mensch, da sind noch so viele unerledigte Dinge, die man gerne schaffen würde,
wenn nur genug Zeit wäre?

Da ist sie also, unsere Zeit: 60 Jahre Schlafen, Arbeiten, unterwegs sein, Fernsehen, Essen.

Mittwoch, 16. Februar 2011

Käsekuchen

Sind Gewalt und Aggressivität fester Bestandteil der menschlichen Natur oder werden sie anerzogen?

The Body

Ich hatte keine Ahnung. Und das am besten sonntags. So begann eine Reise, die niemals wieder enden sollte. Zur gleichen Zeit stieß, von Kicherwürstchen um den Verstand gebracht, ein Sumatra-Nashorn auf den befleckten Elfen Peter. Das Ganze wäre nur halb so schlimm, wenn nicht der mopsfidele Dr. Klaus-Henning Renzel um die Ecke gebogen wäre und seinen Hund Raphel-X auf dem Skateboard Schlangenlinien fahren gelassen hätte. Das heißt doch "Schlängellinien fahren ließ", dachte sich Trude Wolfgang hinter einer Litfaßsäule.
"Ich bitte Sie! Der Hund hat einen Sechser im Lotto gewonnen, für den ist der Führerschein ein Kinderspiel." Wolfgang blickte skeptisch der martialischen Ballerina hinterher.
"Meinen Hund kriegen sie jedenfalls nicht", schnauzte Renzel und holte aus..
"Was was was, hä?"
"Nun lassen sie mich doch, warum waren Sie zeitlebends so ungeduldig?" Er beendete genüsslich die Bewegung und holte aus seiner Tasche einen Biber. "Nicht noch mehr Tiere, dachte das Mammut, erschrak und trat aus Versehen der Ballerina auf die Füße. Die schrie und Raphel-X überschlug sich. Trude feixte, sah sie doch nicht wie Elf Peter plötzlich aus dem Torbogen vom nahegelegenen Parkhaus gebogen kam, was nicht weiter schlimm gewesen wäre, wenn nicht zufällig zur gleichen Zeit ein fragiler Schnitzeljäger auf das Nashorn angelegt, dann aber im vollen Lauf den Biber umgerannt und mit Farbe übergossen hätte, worauf dieser die Flucht ergriff, was dem alten Renzel aus nachvollziehbaren Gründen so gar nicht gefiel und so schnappte er sich das Mammut, drückte der Ballerina seinen Ausweis in die Hand, zeigte Trude den Finger und bat den Elfen Peter um eine Unterredung.
"Warum sprechen Sie nicht mit mir", fragte der Schnitzeljäger und rieb sich dabei unaufhörlich Veilchensaft auf die Schläfen.
"Das werden Sie niemals herausfinden", entgegnte der herbeigeeilte Paul, den alle nur Herb nannten, gänzlich außer Atem.
"Sind Sie es wirklich?", wollte Klaus-Henning da wissen.
"Sicher nicht", sagte Trude.
"Sie werden das nicht herausfinden", wiederholte nur scheinbar der fragile Schnitzeljäger und gab dem Nashorn damit ein Zeichen. In diesem Moment prusteten sie alle los, ja selbst der Biber.
"Wer möchte Kicherwürstchen?" Das Nashorn blinzelte
verliebt zum Mammut hinüber und reichte die Tube herum.

Nachtrag

Nashorn und Mammut heirateten, die Ehe blieb jedoch kinderlos.

Paul, den alle nur Herb nannten, benannte sich um in Tastien und eröffnete ein Friseurstudio.

Raphel-X lernte Piano und tourte fortan durchs ganze Land.

Trude ärgerte das. Sie ging ins Ausland und traf dort die martialische Ballerina, die unter falschem Namen einen Schmugglerring betrieb und mit dem Erlös die Opfer mittelloser Mammutschäden (OMS) unterstützte.

Elf Peter wurde süchtig nach Kicherwürstchen und verkaufte die Geschichte seines Lebens an den Meistbietenden. (Weil das Geld dafür aber nur eine Woche lang reichte, strich er sich den Bauch mit Schuhcreme ein und wurde Fremdenführer in Reykjavík.)

Dr. Klaus-Henning Renzel verklagte den Schnitzeljäger, weil des Bibers ursprünglicher Teint trotz mehrmaligen Waschens für immer verloren schien.

Der Jäger gewann und stellte verkrisselte Fotos von sich und Wolfgang ins Internet.

Dem Biber wars egal.